Erfahrungsberichte

Test- und Erfahrungsberichte sowie Tipps

Nach erfolgter Lieferung den Legend für die erste Fahrt fit machen

Lenker anbauen und ausrichten, dabei die Griffe in die hohe Stellung bringen, damit man gut auf die Anzeigen schauen kann, wenn man auf dem Roller steht. Werkzeug liefert das mitgelieferte Werkzeugtool.

Den Nummernschild-Halter mit dem Rücklicht/Bremslicht anbauen. Dabei sollte zwischen den beiden Schutzblechteilen kein größerer Spalt bleiben. Wenn da was offen ist, spritzt man sich bei nasser Fahrbahn den Dreck bis an den Hintern. Also lieber etwas überlappen lassen. Werkzeug: Zum Ausrichten benötigt man einen 18mm Schlüssel, am besten einen längeren Ringschlüssel für die beiden Radmuttern. Werkzeugtool.

Vordere Lampe festschrauben. Ruhig ein wenig kräftiger, sonst verrutscht sie auf der ersten Fahrt wieder.

Klebung der Gummimatte prüfen. Wenn der vordere Bereich zu lose ist, flattert dieser bei der Fahrt im Wind. Also lieber prüfen und gegebenenfalls mit doppelseitigem Klebeband oder ähnlichem ordentlich auf dem Untergrund befestigen.

Festsitz und Einstellung der Blinker prüfen. Es gibt vorne wie hinten Madenschrauben. Hinten musste ich einen Blinker in die richtige Position drehen und mit der Schraube festsetzen. Der war lose und schaute direkt nach unten. Aber kein Problem.

Reifen aufpumpen. Diese sollten 3,5 bar Druck aufweisen. Wenn der Reifenluftdruck zu gering ist, walken die Reifen beim Fahren zu doll. Das führt zu einer verminderten Geschwindigkeit und Reichweite. Die angezeigte Fahrstrecke ist gegenüber der tatsächlich zurückgelegten Entfernung dann nicht ganz unerheblich höher. Bei meinem Legend hatten die Reifen bei Auslieferung nur 2 bar. Da die Reifen mit der Daumenprüfung ausreichen hart erschienen bin ich damit erstmal losgefahren und musste die beschriebenen Erfahrungen sammeln. Habe dann recht schnell an einer Tankstelle den richtigen Reifendruck eingestellt. Das funktioniert ohne eine Verlängerung. Man kommt an die Ventile zum aufpumpen gut heran.

Reichweitentest

Mit meinem iPhone benutze ich für den Test die GPS Tachometer-App von Tevfik Yucek aus dem App Store.

Mit dem richtigen Luftdruck auf den Reifen ist die Abweichung zwischen dem Legend-Tacho und der GPS-Anzeige kleiner als 1%! Der Akku war voll aufgeladen und hatte eine Spannung von 54,6V. Die Außentemperatur betrug 11°C, und das Fahrergewicht mit voller Ausrüstung (schwerer fellgefütterter Overall) ca. 85kg.

Bis zum 63. Kilometer gab es keine Abstriche in der Leistung, danach ließ die Geschwindigkeit deutlich nach. Automatisch abgeschaltet hat sich nichts. Bei 5km/h und einer Spannung von 40V (schwankt immer etwas, je nach Leistungsanforderung des Motors) bin ich dann vom Roller abgestiegen. Danach erholt sich die Spannung sofort wieder bis aus auf fast 43V. Das Laden läuft danach wie gewohnt bis zu einer Spannung von 54,6V. Dieses Experiment mache ich bei eScootern immer nur ein einziges Mal um das Gesamtverhalten kennenzulernen. Das gibt für zukünftige Reichweitenabschätzungen die nötige Sicherheit.

Fazit: Die 63-64km werden sicherlich bei 20°C Außentemperatur nochmals getoppt. Die Gegend in der ich fahre ich sehr hügelig und hat steile Anstiege dabei. Ausläufer des Höhenzugs der „Kühlung“ von Kühlungsborn bis in meinen Heimatort sind zu bewältigen. Ich bin mit der Leistung voll zufrieden, liegt sie doch mindestens 20km über der des G30.